21. Feb 2011 |
Tweet me!
|
Finnwale, Pottwale, Rundkopfdelphine, Grosse Tümmler, Gewöhnliche Delphine und Streifendelphine: sie alle zieht es in den Sommermonaten in die Gewässer entlang der ligurischen und südfranzösischen Küste. Das Gebiet ist so wichtig für die Meeressäuger, dass die Regierungen Frankreichs, Italiens und Monacos es zum Schutzgebiet erklärt haben.
Damit die Tiere nicht nur auf dem Papier geschützt sind, dokumentiert die Schweizer Organisation OceanCare seit 1997 die Verbreitung der Arten und zeigt, wo in der stark genutzten Zone Konflikte zwischen Mensch und Tier gelöst werden müssen. «Die Küsten sind dicht besiedelt», erklärt die Wissenschaftlerin Sylvia Frey, die das Walforschungsprojekt leitet. «Das Meer müssen sich Touristen und Fischer teilen. Und genau hier leben wegen des Nahrungsreichtums auch besonders viele Wale und Delphine.» Deshalb ist die Beobachtungsarbeit so wichtig, welche die Volontäre unter fachkundiger Anleitung von OceanCare leisten. Ausgerüstet mit GPS und Feldstecher suchen sie das Meer nach Fluken und Flossen ab. Neben der Datensammlung ist auch lebendige Umweltbildung ein Ziel des Projekts. Die Teilnehmenden erhalten eine Einführung in die Wal- und Meereskunde, erleben den Forscheralltag hautnah und können sich mit der Welt des Segelns vertraut machen. Auch die Freizeit kommt nicht zu kurz. Mit Schnorcheln, Schwimmen und bei Gesprächen mit gleichgesinnten Menschen klingen die Tage angenehm aus. 961 Wale und Delphine wurden während der Forschungsarbeiten im vergangenen Jahr protokolliert. Darunter teils spektakuläre Begegnungen wie jene mit Pottwalen oder einer Schule mit rund 100 Streifendelphinen. Die Sichtungsdaten speist OceanCare in die OBIS-SEAMAP ein, eine Internet-Datenbank, welche weltweit der Identifikation wichtiger Lebensräume für Meerestiere dient, die dringend geschützt werden müssen. Daten: 18.6.-15.7.2011 (Segelschiff) / 27.8.-16.9.2011 (Katamaran)
|






-Besucher